20.11.07
Als nächstes steht jetzt mein Bericht über meinen Türkei”Urlaub” an. Allerdings müsst ihr euch da noch ein bisschen gedulden ;-) Bin gestern erst wieder gekommen und jetzt wieder im Apartment mit Alice und Alexandra. Unsere Wohnung sieht richtig schön aus. Allerdings noch überall sehr dreckig und staubig, das muss alles noch aufgeräumt und geputzt werden. Daher kommt mein Bericht etwas später. Wollte nur schon mal ein Lebenszeichen senden, da es ja seit meinem letzten Eintrag schon eine Weile her ist.
24. November 2007
Smells like Romania
Momentan ist hier in Bukarest richtiges Mist-Wetter. Ständig regnet es, ist eisigkalt und windig. Ich hab mir auch ne kleine Erkältung eingefangen, aber das wird schon wieder. Mihaelas Mutter kümmert sich sehr rührend um mich und macht mir alle paar Stunden einen Tee. Mit Mihaela und ihrer Mutter habe ich mich auch schon öfters länger unterhalten (mit Mihaela als Dolmetscherin) und ich mag die beiden sehr. Als ich heute Morgen von Alice die Nachricht bekommen habe, dass ich am Wochenende in unser Apartment zurück kann, da die Arbeiter endlich fertig sind, meinte Mihaela, ich solle doch noch bleiben und die Mutter lud mich ein, jedes Wochenende mal zu Besuch zu kommen, damit sie mir was kochen kann oder einen Kuchen backen kann. In meinem Apartment habe ich da ja nicht so die Möglichkeiten dazu.Mihaela und ihre Mutter haben auch einige Aktionen mit mir vor. Gestern Abend haben sie mir ihre gesamte Parfum-Sammlung vorgeführt und haben sich jetzt in den Kopf gesetzt, mich zu einer rumänischen Frau zu machen. Die Mädels hier sind nämlich alle sehr schick angezogen und zu jeder Tages- und Nachtzeit top gestylt. Da darf dann das Parfum natürlich auch nicht fehlen. Nach dieser Einführung in die weibliche Kultur Rumäniens roch ich wie ein ganzer Blumenladen, da die Beiden unzählige Düfte an mir ausprobiert hatten.
das Tagescenter
09.11.07
Von meinem Projekt in Chitila muss ich noch berichten.Am Montag war ich wieder dort, diesmal allerdings allein, da Rheea keine Zeit hatte und sich auch sonst keiner der andren auf meine Anfrage gemeldet hatte. Aber ich dachte mir, es würde schon irgendwie gehen, auch wenn dort keiner Englisch reden kann... Gegen 12 fuhr ich mit dem Bus hin und es waren erst drei Kinder dort, die ich vom letzten Mal noch kannte. Sie waren gleich begeistert, mich zu sehen, mussten aber erst noch ihre Hausaufgaben fertig machen. Also schaute ich mich ein bisschen in dem großen Gebäude um und nach und nach kamen immer mehr Kinder an, bis es dann so um die 10 waren. Mit einigen Rumänisch-Wortfetzen verständigte ich mich dann mit den Erzieherinnen und den Kindern, wobei es den Kindern wesentlich leichter viel, mich zu verstehen, da sie sich wirklich Mühe mit mir gaben und teilweise versuchten, zu erraten, was ich meinte. Pantomime half da auch weiter ;-) Nach den Hausaufgaben war dann erstmal Essenszeit, und vor allem die kleinen Jungs wollten unbedingt, dass ich mit in den Essensaal komme, obwohl das die Erzieherinnen nicht gern gesehen haben und ich da ja auch nicht mit essen darf. Aber mit den Kinder fühlte ich mich sehr wohl, auch wenn ich ihnen nicht alles verständlich machen konnte. Anschließend begannen wir dann mit den Origami-Figuren und die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Ich kann mittlerweile die wichtigsten Worte für die Origami-Anleitungen auf Rumänisch und wenn ich es mal nicht wusste, half mir ein kleines Mädchen der Gruppe. Sie war besonders eifrig und ermahnte die anderen auch immer zur Ruhe, was meistens aber gar nicht nötig war, da alle sich sehr auf das Falten konzentrierten und mir wirklich sehr viel entgegenkamen, auch wenn ich ihnen nur einzelne Worte sagen konnte. Ein Junge war besonders talentiert und wollte die schwierigen Stellen immer wieder üben, damit er es sich merken konnte. Ich war insgesamt fast 3 Stunden dort gewesen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Kinder sind alle im Grundschulalter (7 bis 11 Jahre alt) und kommen alle aus schwierigen familiären Verhältnissen. Sie freuen sich riesig über jedes Lob und springen einfach während des Bastelns auf, um mich zu umarmen und wollen dann auch zigmal bestätigt haben, dass ihr Bild oder ihre Bastelei schön geworden ist. Ich war auf jeden Fall sehr postitiv überrascht, wie gut ich klargekommen bin, auch wenn ich nicht wirklich viel sprechen kann und auch mit den anderen Betreuerinnen, die manchmal mit im Raum waren, hatte ich keinerlei Probleme und sie waren sehr kooperativ. Für das nächste Mal muss ich einiges vorbereiten, da die Kinder ganz viele kreative Ideen hatten, was sie gern basteln würden.
Von meinem Projekt in Chitila muss ich noch berichten.Am Montag war ich wieder dort, diesmal allerdings allein, da Rheea keine Zeit hatte und sich auch sonst keiner der andren auf meine Anfrage gemeldet hatte. Aber ich dachte mir, es würde schon irgendwie gehen, auch wenn dort keiner Englisch reden kann... Gegen 12 fuhr ich mit dem Bus hin und es waren erst drei Kinder dort, die ich vom letzten Mal noch kannte. Sie waren gleich begeistert, mich zu sehen, mussten aber erst noch ihre Hausaufgaben fertig machen. Also schaute ich mich ein bisschen in dem großen Gebäude um und nach und nach kamen immer mehr Kinder an, bis es dann so um die 10 waren. Mit einigen Rumänisch-Wortfetzen verständigte ich mich dann mit den Erzieherinnen und den Kindern, wobei es den Kindern wesentlich leichter viel, mich zu verstehen, da sie sich wirklich Mühe mit mir gaben und teilweise versuchten, zu erraten, was ich meinte. Pantomime half da auch weiter ;-) Nach den Hausaufgaben war dann erstmal Essenszeit, und vor allem die kleinen Jungs wollten unbedingt, dass ich mit in den Essensaal komme, obwohl das die Erzieherinnen nicht gern gesehen haben und ich da ja auch nicht mit essen darf. Aber mit den Kinder fühlte ich mich sehr wohl, auch wenn ich ihnen nicht alles verständlich machen konnte. Anschließend begannen wir dann mit den Origami-Figuren und die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Ich kann mittlerweile die wichtigsten Worte für die Origami-Anleitungen auf Rumänisch und wenn ich es mal nicht wusste, half mir ein kleines Mädchen der Gruppe. Sie war besonders eifrig und ermahnte die anderen auch immer zur Ruhe, was meistens aber gar nicht nötig war, da alle sich sehr auf das Falten konzentrierten und mir wirklich sehr viel entgegenkamen, auch wenn ich ihnen nur einzelne Worte sagen konnte. Ein Junge war besonders talentiert und wollte die schwierigen Stellen immer wieder üben, damit er es sich merken konnte. Ich war insgesamt fast 3 Stunden dort gewesen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Kinder sind alle im Grundschulalter (7 bis 11 Jahre alt) und kommen alle aus schwierigen familiären Verhältnissen. Sie freuen sich riesig über jedes Lob und springen einfach während des Bastelns auf, um mich zu umarmen und wollen dann auch zigmal bestätigt haben, dass ihr Bild oder ihre Bastelei schön geworden ist. Ich war auf jeden Fall sehr postitiv überrascht, wie gut ich klargekommen bin, auch wenn ich nicht wirklich viel sprechen kann und auch mit den anderen Betreuerinnen, die manchmal mit im Raum waren, hatte ich keinerlei Probleme und sie waren sehr kooperativ. Für das nächste Mal muss ich einiges vorbereiten, da die Kinder ganz viele kreative Ideen hatten, was sie gern basteln würden.
9. November 2007
Plaene
08.11.07
Seit drei Wochen wohne ich jetzt schon bei anderen Leuten, weil die Arbeiter in meinem Apartment einfach nicht fertig werden. Und es ist immer noch kein Ende in Sicht... Dabei war eine Woche geplant. Stefanizo meinte dazu „Welcome to Romania!”, ich kann also froh sein, wenn sie nach einem Monat fertig werden. Aber bei Mihaela gefällts mir sehr gut. Die Mutter ist nicht mehr ganz so aufdringlich ;-) und ich war in der vergangenen Woche öfters mal mit Mihaela oder ihren Freunden abends unterwegs. Mit ihnen komme ich sehr gut klar und wir hatten immer sehr viel Spaß zusammen, auch wenn es auf Englisch nicht immer so gut klappt. Aber mittlerweile verstehe ich auch schon mehr Rumänisch und es geht dann schon irgendwie. Am Montag habe ich mich dann auch mit Fabian getroffen, einem deutschen Freiwilligen aus Bukarest, den ich in Apold kennengelernt hab (falls ihr euch erinnert, ziemlich zu Beginn meines Rumänien-Aufenthalts), der mir von den unzähligen Problemen in seinem Projekt erzählt hat. Er arbeitet mit stark hospitalisierten Jugendlichen und Erwachsenen (die aber wirken wie 5-Jährige) in einem Heim in Vidra (dort hab ich ihn auch schon mal besucht, vor einigen Wochen, und hab davon auch hier im Blog berichtet). Und da ich mit meinen unzähligen Kindergartenprojekten eh nicht so wirklich zufrieden bin, habe ich beschlossen, einmal in der Woche einen Tag lang mit ihm in seinem Projekt zu arbeiten. Ab Dezember gehen nämlich die anderen Freiwilligen aus seinem Projekt zurück in ihre Herkunftsländer und er ist dann mehr oder weniger allein mit der ganzen Arbeit. Meine Kindergartenprojekte sind ja alle ganz nett, aber nicht das, was ich mir hier als Arbeit vorgestellt hab. Ich will mehr bewirken. Die Kindergartenkinder haben den ganzen Tag über unzählige Aktivitäten und haben reiche Eltern (es sind meistens private Kindergärten, in denen wir arbeiten) und meiner Meinung nach ist es sinnvoller, benachteiligen Kindern und Jugendlichen zu helfen, die die Aufmerksamkeit und Beschäftigung nötiger haben. Daher verlege ich jetzt einfach die Projekte, die ich montags habe, auf die anderen Tage und gehe dafür montags nach Vidra in Fabians Projekt. Da hab ich wenigstens ne sinnvolle Aufgabe.Ich mag meine Krankenhaus-Projekte und auch das Tagescenter in Chitila. Aber die Arbeit in den Kindergärten stellt mich einfach nicht zufrieden. Aber damit steh ich ziemlich allein. Die andren ACTOR-Freiwillien wollen alle nur in die Kindergärten und es ist schon allein jede Woche eine neue Herausforderung, Freiwillige zu finden, die mit mir in „mein” Krankenhaus gehen. Die Arbeit dort ist eben nicht so einfach und man muss sich schon mehr einfallen lassen, wenn man 16-Jährige beschäftigen will, als wenn man nur mit einer Horde Kleinkinder sein Programm durchzieht.
Am Mittwoch war ich dann auch mal wieder im Kino und hab mir mit Fabian „Stardust” angeschaut. Ein echt cooler Film. Wir waren zwar etwas spät dran und haben den Anfang verpasst, aber es hat sich auf jeden Fall noch gelohnt und ich kann den Film nur weiter empfehlen. Ist ne Art Märchen für Erwachsene :)
Seit drei Wochen wohne ich jetzt schon bei anderen Leuten, weil die Arbeiter in meinem Apartment einfach nicht fertig werden. Und es ist immer noch kein Ende in Sicht... Dabei war eine Woche geplant. Stefanizo meinte dazu „Welcome to Romania!”, ich kann also froh sein, wenn sie nach einem Monat fertig werden. Aber bei Mihaela gefällts mir sehr gut. Die Mutter ist nicht mehr ganz so aufdringlich ;-) und ich war in der vergangenen Woche öfters mal mit Mihaela oder ihren Freunden abends unterwegs. Mit ihnen komme ich sehr gut klar und wir hatten immer sehr viel Spaß zusammen, auch wenn es auf Englisch nicht immer so gut klappt. Aber mittlerweile verstehe ich auch schon mehr Rumänisch und es geht dann schon irgendwie. Am Montag habe ich mich dann auch mit Fabian getroffen, einem deutschen Freiwilligen aus Bukarest, den ich in Apold kennengelernt hab (falls ihr euch erinnert, ziemlich zu Beginn meines Rumänien-Aufenthalts), der mir von den unzähligen Problemen in seinem Projekt erzählt hat. Er arbeitet mit stark hospitalisierten Jugendlichen und Erwachsenen (die aber wirken wie 5-Jährige) in einem Heim in Vidra (dort hab ich ihn auch schon mal besucht, vor einigen Wochen, und hab davon auch hier im Blog berichtet). Und da ich mit meinen unzähligen Kindergartenprojekten eh nicht so wirklich zufrieden bin, habe ich beschlossen, einmal in der Woche einen Tag lang mit ihm in seinem Projekt zu arbeiten. Ab Dezember gehen nämlich die anderen Freiwilligen aus seinem Projekt zurück in ihre Herkunftsländer und er ist dann mehr oder weniger allein mit der ganzen Arbeit. Meine Kindergartenprojekte sind ja alle ganz nett, aber nicht das, was ich mir hier als Arbeit vorgestellt hab. Ich will mehr bewirken. Die Kindergartenkinder haben den ganzen Tag über unzählige Aktivitäten und haben reiche Eltern (es sind meistens private Kindergärten, in denen wir arbeiten) und meiner Meinung nach ist es sinnvoller, benachteiligen Kindern und Jugendlichen zu helfen, die die Aufmerksamkeit und Beschäftigung nötiger haben. Daher verlege ich jetzt einfach die Projekte, die ich montags habe, auf die anderen Tage und gehe dafür montags nach Vidra in Fabians Projekt. Da hab ich wenigstens ne sinnvolle Aufgabe.Ich mag meine Krankenhaus-Projekte und auch das Tagescenter in Chitila. Aber die Arbeit in den Kindergärten stellt mich einfach nicht zufrieden. Aber damit steh ich ziemlich allein. Die andren ACTOR-Freiwillien wollen alle nur in die Kindergärten und es ist schon allein jede Woche eine neue Herausforderung, Freiwillige zu finden, die mit mir in „mein” Krankenhaus gehen. Die Arbeit dort ist eben nicht so einfach und man muss sich schon mehr einfallen lassen, wenn man 16-Jährige beschäftigen will, als wenn man nur mit einer Horde Kleinkinder sein Programm durchzieht.
Am Mittwoch war ich dann auch mal wieder im Kino und hab mir mit Fabian „Stardust” angeschaut. Ein echt cooler Film. Wir waren zwar etwas spät dran und haben den Anfang verpasst, aber es hat sich auf jeden Fall noch gelohnt und ich kann den Film nur weiter empfehlen. Ist ne Art Märchen für Erwachsene :)
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